Scheda54
Nome immaginemudima_54.jpg
MaterialeGetriebenes und ziseliertes Silber
AutoreBiagio Guariniello
Datazione1698
ProvenienzaAule capitolari della Cattedrale di Altamura
PunzoniBV; NAP gekrönt 98
Bibliografiaantoro 1959, S. 31; E. und C. Catello (Argenti napoletani dal XVI. al XIX. Jahrhundert) 1973, S. 140; E. Catello in Seicento napoletano 1984, S. 359-361.

Skulptur Mariä Himmelfahrt

Die prächtige Skulptur stellt die Himmelfahrt dar. Sie wird noch heute während der Prozession des Patronatsfestes am 15. August getragen. Sie wurde vom Kapitel der Kathedrale an einen der wichtigsten Silberschmiede der parthenopäischen Stadt in Auftrag gegeben: Biagio Guariniello. Die Paternität des Werkes wird von einer reichen Dokumentation in den Verwaltungsregistern der major ecclesia von Altamura bestätigt, darunter die Ankunft am 16. August 1698 und die Kosten: 6138 Dukaten und 94 Grana (ASDA, Register der Assunta Nr. 154, 1698-1711, Vs. 271 Rs.). Ein weiteres Dokument bestätigt, dass aufgrund ihrer Wichtigkeit und der hohen Kosten für ihre Umsetzung, die Skulptur von einigen Gutachtern beurteilt wurde bevor sie geliefert wurde. Darunter die Silberschmiede Francesco d'Angelo und Antonio Avitabile seitens Guariniello und Nicola d'Aula und Giacomo Antonio Parascandolo im Aufrag des Kapitels (vgl. Catello 1987). Die Gutachter ermittelten das Gewicht der Madonna auf 137 Pfund und 4 Unzen Silber (ASDA, Register der Assunta Nr. 154, 1698-1711, Vs. 374 bis). Obwohl die Dokumentation eindeutig auf den neapolitanischen Silberschmied weist, so hat die Verwendung der Punzen "BV" einige Fragen über die reale Paternität des Werkes aufgestellt. Diese Punzen findet man auch auf dem silbernen Antipendium der Krypta der Kathedrale von Acquaviva delle Fonti, das ebenfalls von Guariniello 1692 hergestellt wurde (E. Catello Seicento napoletano 1984, S. 361). Elio Catello nimmt an, dass es dem neapolitanischen Silberschmied ausgeschrieben und von einem Partner seiner Werkstatt gemacht wurde (E. Catello Seicento napoletano 1984, S. 361). Diese Annahmen schaden dem Charme und der Besonderheit der Skulptur nicht. Der Körper besteht aus einem herrlichen und soliden Gewand mit feinen kleinen ziselierten Blumenmustern, anmutig stützt sie ihre Füße auf einer Decke lebhafter Putten, ihre Arme sind geöffnet und ihr Gesicht neigt sich leicht, lächelnd zum Himmel. Der Statue wird durch die leichte Vorwärtsbewegung des rechten Beins Schwung verliehen und durch die umhüllende Bewegung des Mantels scheint sie fast weg zu fliegen. Guariniello hat trotz der barocken Spuren in der Bewegung und in der Exzentrizität der Emotionen eine monumentale Skulptur geschaffen, im Einklang mit den zeitgenössischen Marmor- und Holzskulpturen von Lorenzo Vaccaro - von dem der Meister oft die Zeichnungen verwendete (E. Catello Seicento napoletano 1984 , S. 361) und entsprechend des parthenopäischen kulturellen Umfeld jener Jahre (Abbate 2002, S. 202-203).