| Scheda | 50 |
| Nome immagine | mudima_50.jpg |
| Materiale | Silber auf samtigen Hintergrund eingraviert |
| Autore | Unbekannter neapolitanischer Silberschmied |
| Datazione | spätes XVIII. Anfang XIX. Jh. |
| Provenienza | Kapitelsäle der Kathedrale von Altamura |
| Stemmi | Wappen des Erzprälaten |
| Punzoni | NAP gekrönt |
Wappen
Das Wappen des Erzpriesters von Altamura, Gioacchino De Gemmis, prädominiert in der Mitte des liturgischen Buches. Er wurde vom König Ferdinand IV. 1783 berufen (Denora - Tota 2012 S.109 - 110). Die beiden Buchdeckel wurden mit Burgunder Samt bezogen. Das Wappen des Prälaten wurde mit geschmolzenem Silber hergestellt, dass graviert und geviertelt wurde. Im ersten und vierten Viertel sind drei Röschen zu sehen und eine nach rechts geneigte Leiter, die von einem Band geteilt wird - dies ist das Wappen der Familie De Gemmis. Im zweiten und dritten Viertel ist ein Ochse, der für die Geduld und Fügsamkeit steht (vgl. Denora - Tota 2012, S.110). Die Form der Plakette ist gemischtlinig mit einer feinen Dekoration voller Voluten und gekräuselten Blättern. Es endet mit einer reich geschmückten Krone, an der die gleichen Elemente zu sehen sind wie am Fries des Werkes. Bei genauer Beobachtung des Wappens kann man kleine Unterschiede zu anderen Wappen dieser Familie bemerken. Dies kann man als eine persönliche Interpretation des Silberschmieds ansehen: ein Beispiel ist die nach links neigende Treppe. Schlecht erkennbar befindet sich am Rande beider Bilder die parthenopeische Kunstmarke (Catello, 1996, S. 16-17). Die Bindung enthält ein römisches Missale, das 1799 von der Druckerei Simoniana in Neapel veröffentlicht wurde. Berücksichtigt man den zeitlichen Rahmen der Erzprätur von Msgr. De Gemmis (1783 - 1818) und das Jahr der Veröffentlichung des Missale, so kann man die Herstellung des Silbermanufakts auf das Ende des XVIII. und dem Anfang des XIX. Jahrhundert schätzen.



