| Scheda | 27 |
| Nome immagine | mudima_27.jpg |
| Materiale | Gemeißelter Stein |
| Autore | Unbekannter süditalienischer Bildhauer |
| Datazione | Erste Hälfte XVI. Jh. |
| Provenienza | Kapitelsäle der Kathedrale von Altamura |
Darstellung der hl. Petrus und Paulus
Die beiden Skulpturen stellen die heiligen Apostel Petrus und Paulus dar. Sie sind anhand der ikonographischen Attribute erkennbar (Buch und Schlüssel bei Petrus; Buch links und Schwert rechts bei Paulus). Sie stammen aus der Kathedrale und befanden sich ab origine auf beiden Seiten des Zugangs zum Presbyterium und symbolisierten die Träger der Kirche. Sie wurden während der Restaurierungsarbeiten in der Pfalzkapelle 1854 entfernt. Dies kann man mittels des Abschnitts des Entwurfs von Ing. Federico Travaglini der langen Seite der Kathedrale nachbilden. Sicherlich waren die Statuen an eine Wand gestellt, da sie auf der Rückseite flach sind. Die Grundierungen der Kleidungsstücke tragen zur Konstruktion des Körperbaus der beiden Heiligen bei. Die physiognomischen Merkmale, die im Stein gut definiert sind, bezeugen einer besonderen Achtung in den Proportionen. Interessant sind auch die Linien der Bärte und der Haare, fein gemeißelt und mit dem Bohrer bearbeitet (Hl. Petrus), die die Komposition beleben. Die vollkommen glatten Oberflächen der zwei Statuen weisen, je nach Stelle der Kleidungsstücke, dunkle ockergelbe Farbspuren auf. Die Statuen wurden auf runden Steinplatten platziert. Anhand der formellen Eleganz, verbunden mit den spitzen Linien der Physiognomie der Skulpturen, kann man die Einzigartigkeit der Hand erkennen in der Anfertigung der beiden Statuen. Dies geschah sicherlich in den ersten zehn Jahren des XVI. Jahrhunderts, als die Auswirkung der spätgotischen Eleganz in den Arbeiten der süditalienischen Handwerkskunst noch seinen Platz fand.



